Mit einem manieristischen Ansatz ist seine Malerei mit einer evokativen Kraft geladen, die schwer von Symbolik ist. Der Bezug zur Vergangenheit, zur kollektiven Nostalgie und zum Traum, konnotiert durch Lichter und Schlagschatten, ist von kaum verschleierten kulturellen Referenzen durchdrungen. Die hyperrealistische Technik akzentuiert die poetische Dimension dieser atypischen Räume und fasziniert Kunstliebhaber.
Ghissassi (geboren 1953 in Fès) wird aufgrund seines vielversprechenden Werdegangs und seines reichen und abwechslungsreichen Repertoires zu den talentiertesten Malern Marokkos gezählt. Die Lektüre der Werke dieses Künstlers erfolgt durch eine poetische Lesart, die durch Details und Fragmente nahegelegt wird.
Seine Faszination für den Geist der Medina von Fès lässt ihn eine Ikonografie annehmen, die dieser Welt entlehnt ist: Es ist ein hyperfigurativer Ansatz, der die Verbindung zwischen den realistischen und expressionistischen Polen der manieristischen Malerei herstellt, deren Prinzip lautet: „Wenn das Erlernen der Techniken eine Notwendigkeit ist, beginnt die Kunst erst mit ihrer Umsetzung“. Die Ausstellung läuft noch bis zum 28. April.
Lieferant / Quelle : Le Matin