Fès empfing am 6. und 7. Juni das erste Forum der „Städte, die mit Fès befreundet und verschwistert sind“. Initiiert von der Stadtgemeinde Fès, fand diese Veranstaltung unter dem Motto „Das Erbe im Dienste der Entwicklung“ statt. Dieses Forum, an dem Delegationen aus europäischen, asiatischen, afrikanischen sowie Städten der arabischen und islamischen Welt teilnahmen, bildete einen Rahmen für Fès und seine befreundeten Städte, um ihre Solidarität zu stärken, sich neue Perspektiven für Forschung und Austausch zu bieten und Arbeits- und Reflexionsbaustellen umzusetzen, die sich auf innovative Initiativen und Projekte konzentrieren, die für alle Parteien vorteilhaft sind.
Erhaltung des ErbesUm das für dieses Forum gewählte Thema zu veranschaulichen, hoben die Teilnehmer das materielle und immaterielle Erbe der spirituellen Hauptstadt des Königreichs und die Bemühungen zur Sanierung der alten Medina und aller an dieser Veranstaltung teilnehmenden Städte, die zum Weltkulturerbe gehören, hervor. Professor Mohammed Mezzine, Historiker und Experte für Kulturerbe, widmete seinen Beitrag bei dieser Gelegenheit den historischen und kulturellen Einflüssen auf das Erbe von Fès. „Die Idrissiden-Stadt, die von Orient, Andalusien, dem Mittelmeerraum oder auch Afrika beeinflusst wurde, verfügt über ein reiches und vielfältiges Erbe, das aus 12 Jahrhunderten Geschichte, Großzügigkeit und dem Teilen von Idealen und Werten resultiert. Das Erbe von Fès zeichnet sich dadurch aus, dass es die Quintessenz mehrerer Kulturen, Zivilisationen und Religionen darstellt“, präzisierte er. Zu beachten ist, dass am Rande dieses Forums Führungen durch die historischen Denkmäler der Stadt Fès organisiert wurden.
Lieferant / Quelle : A.R., Le Matin