Die Beerdigung des großen Meisters der Malhoun-Kunst, Haj Mohamed Bouzoubaâ, der am Mittwoch in Fès nach langer Krankheit verstarb, fand noch am selben Tag nach dem Al-Asr-Gebet auf dem Friedhof Lakbab in Fès statt.
Eine große Menschenmenge, bestehend aus Familienmitgliedern des Verstorbenen, zahlreichen Künstlern und Freunden sowie einfachen Bürgern, begleitete den Doyen dieser authentischen Musik zu seiner letzten Ruhestätte und erwies damit einem der illustren Talente des marokkanischen Liedguts die letzte Ehre.
In Zeugenaussagen, die von der MAP gesammelt wurden, hoben zahlreiche Forscher und Künstler den künstlerischen Beitrag des Verstorbenen zum marokkanischen Kulturerbe durch die Ausstrahlung, die Bewahrung und die Weitergabe der Malhoun-Kunst an die jungen Generationen hervor und beklagten den Verlust einer der großen Figuren der marokkanischen Kunstszene.
Sie würdigten auch einen herausragenden Künstler, der sein Leben dem Lob und dem Ruhm des Propheten Sidna Mohammed, Friede, Segen und Gebete seien auf Ihm, gewidmet hat, und betonten, dass das Ableben des verstorbenen Mohamed Bouzoubaâ ein großer Verlust für die erhabene Kunst des Malhoun sei. Der Forscher auf dem Gebiet der „Kulturerbe-Künste“, Mohamed El Gouzi, wies darauf hin, dass der verstorbene Bouzoubaâ eines der alten Talente der authentischen Malhoun-Kunst in Marokko war, und merkte an, dass der Verstorbene einer Sufi-Familie angehörte und von seinem Vater, dem verstorbenen M'hamed Bouzoubaâ, der ebenfalls als einer der Doyens der Malhoun-Kunst gilt, geprägt und ausgebildet wurde.
Der Verstorbene, der Präsident des Malhoun-Orchesters des Regionalradios von Fès war, habe durch seine mit Pracht und Finesse ausgeführten Darbietungen maßgeblich zur Förderung und Bewahrung dieser erhabenen Kunst beigetragen, fügte er hinzu.
Der Malhoun-Dichter Abdelmalek El Youbi betonte seinerseits, dass der große Meister der Malhoun-Kunst dank seiner reinen und sanften Stimme eine Reihe von Kassaiden (Gedichten) auf herausragende Weise singen konnte, und merkte an, dass er mehr als 120 Lieder aufgenommen und gesungen habe, die sich auf Themen der Liebe sowie religiöse und nationale Feiertage konzentrierten.
Der Name des verstorbenen Bouzoubaâ bleibt im nationalen kollektiven Gedächtnis verankert, ebenso wie die anderen Persönlichkeiten, die maßgeblich zur Bewahrung der Malhoun-Kunst beigetragen haben, wie Abdelkrim Guennoun, Lhoucine Ben Driss und Driss Benjelloun. Zu seinen berühmtesten Liedern zählen „Khaddouj“, „Rfak Ya Maliki“, „Damlij“ und „Mohammed saheb Chafaâ“.
Lieferant / Quelle : MAP, Libération